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Minis A: Handball, Handball, Handball – oder auch: Ein ganz normales Wochenende

Neben dem Spielfeld oder beim Coaching ist eigentlich alles ruhig. Wirklich. Fast schon verdächtig ruhig. Bis man merkt: Es ist wieder Wochenende. Und was steht an? Genau – Handball, Handball, Handball. Man könnte meinen, wir hätten sonst keine Hobbys.
Natürlich läuft so ein Wochenende nicht ohne Planung. Also erstmal kurze Krisensitzung zuhause:
Wer fährt wann wohin? Wer hat welches Spiel? Wer hat die Trikots? Und die wichtigste Frage: Wer hat die Snacks?
Freitag ging es erstmal zu den Recken. Dort traf ich zum Schluss noch ein paar Kids auf klassischer Autogrammjagd. In unserem Fall lief das Ganze allerdings etwas andersherum: Leano hat einfach mal Fischi ein Autogramm gegeben. Man weiß ja nie – vielleicht ist das später mal richtig viel wert.

Samstag stand dann wieder das übliche Programm an: selbst spielen. Nebenbei habe ich noch ein paar Mamas getroffen, weil unsere Damen natürlich auch spielen mussten. Handball kennt schließlich keine Pause – höchstens einen anderen Parkplatz.
Sonntag dann die große Logistikaufgabe:
Wer fährt nach Liebenau? Wer nach Hildesheim? Zum Glück spielt der Älteste zuhause. Also Wecker stellen, halb wach ins Auto fallen und los. Am Ende verteilt sich alles wie ein Ameisenhaufen – nur mit mehr Harz an den Händen.
Treffpunkt war an der Rethener Halle. Leo und Leano waren natürlich die Ersten und hatten schon mal ein kleines Aufwärmprogramm gestartet. Als alle Kids da waren, konnten wir Gruppen bilden und losfahren.

Die Kids noch schnell aus der Halle holen – wobei „schnell“ natürlich relativ ist. Jeder weiß, was passiert, wenn Kinder in einer Halle sind:
Richtig. Sie spielen erstmal Handball. Komplett überraschend.

In Himmelsthür angekommen: Musik an, umziehen, Trikots verteilen, hier noch einen Schuh entknoten, dort noch eine Schleife binden.
„Jungs, wir müssen raus zur Begrüßung!“
Die letzten Knoten und Schleifen wurden dann auch wirklich Sekunden vor Spielbeginn erledigt.

Spiel 1 – gegen Himmelsthür

Die Gastgeber waren heute mit 20 Kids angereist. Im Vorfeld haben wir uns geeinigt, dass sie ruhig einen Spieler mehr aufs Feld schicken dürfen, weil viele kleine dabei waren.
Anpfiff. Der Ball lief gut durch die Reihen und wir kamen zu unglaublich vielen Abschlüssen. Die Nervosität war allerdings auch hoch.
Ergebnis: 26 Chancen – gefühlt 25 davon irgendwo Richtung Hallendach.
Wir haben im 5-Minuten-Rhythmus gewechselt, damit jeder seine Spielzeit bekommt. Dazu gab es Zusatzaufgaben:
kein Prellen und nur kurze Pässe.
Til hat dann mal gedacht: „Warum nicht einfach aus 18 Metern werfen?“
Der Ball ging sogar ins Tor. Leider war die Spielzeit schon abgelaufen.
Aber ganz ehrlich: Für mich zählt der trotzdem.

Pause

Die Kids waren wie immer unterwegs:
rennen, lachen, auf der Matte liegen oder kurz zuschauen – allerdings wirklich nur kurz.

Spiel 2 – gegen Anderten

Das war schon eine andere Liga. Aber auch hier gab es klare Ansagen – und es wurde gespielt.
Und zwar wirklich alle.
Sogar in der Abwehr.
Ich war kurz irritiert, aber auch sehr beeindruckt.
Ganz ehrlich: WOW. Starke Leistung von unseren Kids.

Spiel 3 – das große Finale

Kurze Verschnaufpause. Felix hat nochmal einen medizinischen Selbsttest gemacht:
„Hab ich eigentlich schon eine Blase gelaufen?“

Sportgruß – Anpfiff.
Neue Aufgabe diesmal:
Wir wechseln bei jedem Torwurf oder Versuch, bei langen Bällen oder wenn jemand nicht mit zurückarbeitet.
Unmittelbar vor Spielbeginn dann die taktisch sehr wichtige Ansage:
Leo: ich muss mal…
Also kurzer Sprint Richtung Toilette.
Leano hat sich heute den Torwartjob mit Felix geteilt, und beide haben einige richtig schöne Paraden gezeigt.
Mika hat dann wie ein alter Hase aus der zweiten Reihe einen Sprungwurf ausgepackt und der ging tatsächlich ins Tor. Sehr stark!
Natürlich blieb auch der klassische Teil eines Spieltages nicht aus: kleine Blessuren.
Jarno hat einen Ellbogen abbekommen.
Jakob hat es auch erwischt hat es aber erst auf der Bank gezeigt. Sehr professionell.
Leo und Ben durften sich ebenfalls in die Torjägerliste eintragen, was mich besonders gefreut hat.
Und jetzt das Highlight:
Alle Kids haben getroffen.
Insgesamt haben wir an diesem Spieltag 25 Tore geworfen.
Chapeau!

Und zum Abschluss natürlich dürfen wir das nicht verschweigen:
Musik an… und plötzlich wurde wieder getanzt, gesungen und gefeiert, als hätten wir gerade die Champions League gewonnen.
Diese strahlenden Augen, das Lächeln der Kinder, mal eine spontane Umarmung oder ein paar nette Worte genau für solche Momente macht man das Ganze.
Ein großes Dankeschön auch an Didi und Nessi, dass ihr vorbeigekommen seid. Hat uns sehr gefreut!
Und jetzt lassen wir den Tag langsam ausklingen
natürlich ganz entspannt mit Handball-Bundesliga auf dem Fernseher.
Denn nach einem ganzen Wochenende Handball braucht man schließlich erstmal…
eine Runde Handball.

Ach ja, Flo, da ich ja weiß, dass du unsere Berichte immer fleißig verfolgst, weil deine Neugier schon ziemlich groß ist, wer nächste Saison alles bei dir aufschlägt:
Keine Sorge – wir schicken dir eine kleine Elite-Truppe rüber.
Das bedeutet für dich allerdings auch:
Das Trainingsniveau musst du wohl nochmal ordentlich anziehen.
Die Jungs können nämlich schon zwei Dinge ziemlich gut:
Handball spielen… und nach dem Spiel laut Musik hören und feiern.

Tino

HSG Laatzen-Rethen
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