Premiere im Sand: Die weibliche C1 der HSG Laatzen-Rethen erobert beim Beach Handball Cup Cuxhaven das Podium
Für die weibliche C1 der HSG Laatzen-Rethen war es eine ganz besondere Premiere: Zum ersten Mal überhaupt nahm die Mannschaft an einem Beach-Handball-Turnier teil
Die Vorbereitung auf dieses Abenteuer verlief allerdings alles andere als ideal. Das wechselhafte Wetter machte den geplanten Trainingseinheiten im Sand immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Oft waren die Bedingungen auf dem Beachfeld sehr schwierig oder die Mannschaft musste sogar wegen Starkregen komplett in die Halle ausweichen. Dennoch gelang es dem Team, an drei Trainingstagen unter guten Bedingungen intensiv zu arbeiten. Mit wenigen, aber klaren Spielzügen und viel Engagement wurde die kurze Vorbereitungszeit bestmöglich genutzt.
Spätestens beim Einlaufen in die komplett gefüllte Beach Arena von Cuxhaven wurde allen Spielerinnen bewusst, welche Dimension dieses Turnier hatte. Vor den beeindruckenden Zuschauerkulissen entwickelte sich schnell das Gefühl, Teil eines riesigen Beach-Handball-Festes zu sein.
Der Start ins Turnier hätte kaum besser verlaufen können. Mit zwei Siegen am ersten Morgen setzte sich die HSG zunächst an die Spitze ihrer Gruppe. Dank des besseren Torverhältnisses stand das Team sogar auf Platz eins.
Anschließend wartete mit Tills Löwen 1 der erste echte Härtetest. Nach einem 1:1 nach Sätzen musste erstmals ein Shoot-out die Entscheidung bringen. Die Nervosität war spürbar und das Duell ging denkbar knapp verloren. Damit wurden die verbleibenden Gruppenspiele praktisch zu Endspielen im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale.
Gegen Mülheim entwickelte sich erneut ein spannendes Spiel. Wieder stand es nach zwei Sätzen 1:1 und erneut musste das Shoot-out entscheiden. Diesmal profitierte die Mannschaft von den Erfahrungen aus der vorherigen Niederlage. Konzentriert und mutig setzte die HSG die entscheidenden Treffer und dank einer überragenden Torhüterin sicherten wir uns den wichtigen Sieg.
Nun stand nur noch ein Gegner zwischen der Mannschaft und der Hauptrunde: SV Werder Bremen 1. Alle erinnerten sich noch gut an ein Hallenturnier vor zwei Jahren, bei dem die Bremer der HSG eine schmerzhafte Lehrstunde erteilt hatten. Entsprechend groß war der Respekt. Doch die Mannschaft zeigte eine beeindruckende Leistung, spielte nahezu fehlerfrei und besiegte den Favoriten überraschend deutlich mit 2:0. Damit war die Qualifikation für die Hauptrunde perfekt.
Am nächsten Morgen wartete im Viertelfinale mit dem TSV Altwarmbüchen ein weiterer bekannter Gegner. Auch hier gab es eine Vorgeschichte: Ein verlorenes Trainingsspiel aus dem Vorjahr sorgte für zusätzlichen Respekt. Doch erneut präsentierte sich die HSG in Bestform. Immer wieder gelang es, den Shooter in aussichtsreiche Positionen zu bringen und wichtige Punkte zu erzielen. Der verdiente Sieg gegen einen sichtlich überraschten Gegner bedeutete den Einzug ins Halbfinale.
Dort traf die Mannschaft auf die SG Friedrichsfehn/Petersfehn. Die HSG erwischte den besseren Start und ging mit 1:0 nach Sätzen in Führung. Anschließend wurde die Partie jedoch durch mehrere strittige Punktwertungen unterbrochen, sodass die zweite Halbzeit sogar neu begonnen werden musste. Trotz der Unterbrechungen entwickelte sich ein hochklassiges und spannendes Spiel. Die Gegnerinnen schafften den Satzausgleich und erneut musste das Shoot-out entscheiden.
Die Spielerinnen der HSG verwandelten ihre Versuche souverän. Als die Gegnerinnen bereits einen Wurf vergeben hatten, schien der Finaleinzug zum Greifen nah. Doch mit einem spektakulären Spin-Shot rettete sich Friedrichsfehn/Petersfehn in die nächste Verlängerung. Im anschließenden 1-gegen-1-Duell – der Verlängerung der Verlängerung – verwandelte die HSG ihren Versuch eiskalt. Doch erneut gelang den Gegnerinnen ein erfolgreicher Spin-Shot. So musste sich die Mannschaft hauchdünn geschlagen geben. Manchmal gehört im Sport auch dazu, außergewöhnliche Leistungen des Gegners anzuerkennen – und genau das war hier der Fall. Dass Friedrichsfehn/Petersfehn anschließend das Finale deutlich mit 2:0 gewann, unterstreicht die Stärke dieses Gegners.
Für die HSG blieb das Spiel um Platz drei gegen den SFN Vechta. Nach der Enttäuschung des knapp verpassten Finaleinzugs zeigte die Mannschaft noch einmal eindrucksvoll ihre Qualität. Mit einer konzentrierten und starken Leistung und einer herausragenden Defensive gewann sie die Partie in zwei klaren Sätzen und sicherte sich damit einen hervorragenden dritten Platz bei ihrem allerersten Beach-Handball-Turnier.
Doch bei aller Freude über den sportlichen Erfolg war dieses Wochenende weit mehr als nur ein Turnier. Die gemeinsame Zeit in Cuxhaven, die spannenden Spiele, die vielen besonderen Momente am Strand sowie im Hotel und die großartige Stimmung innerhalb der Mannschaft werden allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben.
Vielleicht ist genau das am Ende sogar der größte Gewinn dieses Wochenendes: gemeinsame Erlebnisse, die den Teamgeist stärken und Erinnerungen schaffen, die weit über den Sport hinausgehen.![]()
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