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Sahne statt Butter – oder: Hochleistungs-Unentschieden in Mellendorf

Endlich Wochenende. Ausschlafen? Entspannen? Ruhe? – Natürlich nicht.

Minispieltag in Mellendorf. Zu einer Uhrzeit, zu der normale Menschen sich noch einmal umdrehen. Einige Kids haben tatsächlich den Weg zum Treffpunkt gefunden Orientierungssinn also vorhanden. Nach ein paar hochphilosophischen Gesprächen („Wer sitzt vorne?“) ging es dann los. Fahrgemeinschaften!

Organisation auf Champions-League-Niveau. In Mellendorf angekommen: Kabine sofort gefunden. Prioritäten stimmen. Was darf nicht fehlen? Richtig Partymusik. Warmmachen kann schließlich jeder. Aber Warmmachen mit Gesangseinlage? Das ist Eliteförderung. Wenn das so weitergeht, melden wir bald einen Chor an. Aufwärmprogramm erledigt raus in die Halle, Geräte testen. Man weiß ja nie, ob die Tore noch da stehen.

Begrüßung? Vielleicht gab es eine. Vielleicht auch nicht. Wir waren vermutlich gerade anderweitig beschäftigt zum Beispiel mit Weltklasse Vorbereitung. Dann endlich Spiel gegen Burgdorf. Und siehe da: Von der ersten Sekunde an hellwach. Schnelles Spiel, viele Abschlüsse. Ich kam kaum hinterher weder mit Zählen noch mit Staunen. Und wie es sich gehört, kam auch direkt der erste Hinweis von außen:„Du musst wechseln!“ Natürlich. Kaum läuft es gut, wird an der Rotation gefeilt. Ich habe das in meiner gewohnt charmanten Art zunächst überhört und so gewechselt, dass alle gleich viel spielen. Skandalös, ich weiß. Acht Minuten vor Schluss habe ich dann doch jemanden rausgenommen  das „zweistellige Unentschieden“ wurde sonst zu deutlich. Man will ja niemanden überfordern. Also hab ich noch einen vom Feld genommen. Nächstes Spiel gegen Mellendorf. 20 Sekunden gespielt Tor da kam er wieder, der magische Satz: „Du musst wechseln.“ Nach 20 Sekunden. Selbst Formel-1-Boxenstopps dauern länger. Ich habe Überraschung nicht gewechselt. Sehr zum Missfallen einiger Beteiligter 😊 Aber die Kids? Die haben einfach weiter gespielt. Nach vorne, nach hinten, miteinander. Unfassbar unspektakulär souverän. Pause. Die Tribüne wurde fachgerecht geplündert. Energiezufuhr gesichert. Profis eben. Letztes Spiel gegen Misburg. Endlich ein Gegner auf Augenhöhe. Sie konnten mithalten wir aber ein kleines bisschen mehr. Am Ende wieder ein standesgemäßes Hochleistungs-Unentschieden. Natürlich meldete sich auch das Kampfgericht noch einmal. „Regel ist Regel. Du musst wechseln.“ Ich verstehe Regeln. Wirklich. Aber manchmal hilft ein Blick über den Tellerrand zum Beispiel in Richtung „Alle Kinder sollen gleich viel spielen“. Aber gut. Ich bin ja lernfähig. Eventuell. Unterm Strich:Jeder hatte heute einen Sahnetag.

Vorwärtsbewegung: stark.

Rückwärtsbewegung: ebenfalls stark.

Technische Fehler? Kaum der Rede wert.

Pässe? Präzise.

Sprungwürfe? Zum Einrahmen.

Mit dem Toreaufschreiben kam ich kaum hinterher. Es ging ungefähr so schnell wie die Wechselaufforderungen.

Ben 10, Mika 10, Janto 10, Jarno 10, Phillip 10, Til 10, Leo 10, Leano 8 und zwei Sahne-Paraden im Tor.

Siegerehrung: Medaille für alle, Süßkram für alle.

Kabine. Musik an. Feierstimmung.Wenn das so weitergeht, gewinnen wir demnächst den Gesangswettbewerb – Handball spielen können sie ja sowieso schon ganz ordentlich 😉Ich freue mich auf den nächsten Spieltag.Wecker stellen nicht vergessen. 

Euer Tino

HSG Laatzen-Rethen
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